Warum Systeme sterben
Es fängt wohl immer damit an, dass sich niemand mehr
erinnern kann,
Was der Sinn des Ganzen war, wie alles einst begann,
Das Neue beerbte immer schon das Alte, damit der
störungsfreie Übergang gelang,
Gesetze, Verordnungen und Menschen, den eingespielten
Verwaltungsapparat,
Mit ihm und ihnen den muffigen, alten und letztlich gescheiterten Unrat,
Der das vergangene, gestorbene und hinweggefegte System
vertrat,
Dies ist eine Gesetzmäßigkeit, die sich wiederholt und allen
Zeiten widersteht,
Sie ist der größte Fehler, den jede neue Gesellschaft am
Anfang begeht,
Er ist verantwortlich dafür, das Ende vor den Anfang zu setzen,
aus Bequemlichkeit,
Dem Neuen eine Grenze des Bestehens zu setzen, zu nehmen die
Unendlichkeit,
Die gleiche Entwicklung zu nehmen, wie alles Vergangene, aus
Überheblichkeit,
Neues fordert eine geistige Beweglichkeit, die dem Alten
nicht gegeben ist,
Die Meinungen und Ansichten, die Ziele der Beteiligten treffen
aufeinander, bilden einen Riss,
Die Gesellschaft driftet auseinander, es steigert sich das
Gegeneinander, das Durcheinander,
Man beäugt sich immer misstrauischer, findet nicht mehr
zueinander,
Fängt Probleme an zu übersehen, oder ganz bewusst zu
übergehen,
Da die Anzahl dieser hemmenden Ereignisse ständig zunimmt,
täglich neue Herde entstehen,
Deren Feuer die guten Ansätze und neuen Ideen, auf lange
Sicht verzehren,
Beginnen sich die alten Fehler, in der neuen Zeit zu
etablieren,
Gewinnen Raum, werden genutzt von einfachen Gemütern, sich
zu profilieren,
Durch das Lösen der schon oft aufgetretenen Fragen, in toten
Systemen, in den alten Tagen,
Beginnen die vielen übersehenen Probleme, das Neue wie ein
Tier zu jagen,
Wandelt sich das Neue allmählich aber stetig zum Alten, übernimmt
alle Gewalten,
Setzt den Kreislauf von neuem in Gang, dies sollte der
Mensch in Erinnerung behalten,
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