Mensch und Tier
Wie der Mensch, so
haben auch die Tiere eine Seele,
Oft verneinen wir dies
und vermuten in ihnen eine Leere,
Die nur Dingen
zugesprochen werden kann,
Durch die noch niemals
der lebensspendende Saft rann,
Im Gegensatz zu Erzen,
Sanden und Steinen,
Sind Tiere durchaus in
der Lage, zu begreifen,
Angst zu spüren,
Überraschung zu empfinden und körperlich zu leiden,
Man kann dies weder
leugnen noch bestreiten,
Viele Arten finden
sich in Familienbünden zusammen,
Sorgen füreinander,
schützen sich und lieben sich, ganz unbefangen,
Sehen die Welt aus
ihrer Sicht, mit ihren Augen,
Denken soweit, wie es
ihnen die Gehirne erlauben,
Schenken sich, ihrer
Umwelt und dem Leben, unschuldiges Vertrauen,
Bauen Nester, besetzen
Höhlen, suchen Orte zum Wohnen,
Stürzen sich in Kämpfe
und umgehen sie, spüren alle Gefahren, die ihre Existenz bedrohen,
Sind durchaus in der
Lage, nach Verlusten, Trauer zu spüren,
In ihrem Schmerz
darüber, selbst den Menschen zu berühren,
Der sich, der
Einzigartigkeit jedes Lebewesens durchaus bewusst ist,
Den Nutzen jeder Art,
nach ganz eigenen Maßstäben misst,
Sie einordnet, in
diese, die man liebt und jene, die man isst,
Wenn durch sein
Denken, die Grenzen der Zuordnung verschwimmen,
Die tierischen Triebe,
die Oberhand gewinnen,
Sein Geschmack sich
ändert, dadurch sich das Blatt für einst geliebte Tiere wendet,
Ist die Freundschaft,
wie unter Menschen auch, schnell und endgültig beendet,
Das unterscheidet den
Menschen vom Tier,
Die unberechenbare
Sprunghaftigkeit, in seinem Revier,
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