Rücksicht
Unter Rücksichtnahme versteht man landläufig,
Seine Ansprüche und Ansichten, denen anderer Personen
unterzuordnen, sich anzugleichen,
Die Anwendung dieser sozialen Lebensform, die Persönlichkeit
verlangt, gelingt genauso häufig,
Wie sein Gegenstück, das auf sich bezogene Gehabe, das überbordende
setzen von Zeichen,
Der eigenen Stärke, der eigenen Ansichten, des Stellens der
Weichen,
Um alles in Richtungen zu bringen, die nur einem selbst Vorteile
bringen,
Dem Anderen die Chance nehmen, auch nur den kleinsten Gewinn
zu erringen,
Alles im Überblick zu behalten, alle Argumente mit kurzen
Schlägen zu bezwingen,
Dies ist die einfachste Art des Umgangs miteinander, eher
aber gegeneinander,
Welches sich in kapitalisierten Gesellschaften ausbreitet, gegen
das Miteinander,
Das Voneinander immer zutreffender die tatsächliche Lage
beschreibt,
Dieser Zustand erst die Familie, dann die Gesellschaft
auseinandertreibt,
Die Sicht zurück, auf eigenes Erleben, dem langen Weg vom
Kind zum Erwachsenen,
Kann nicht jedem gelingen, und diesem Umstand entspringen
nun,
Die vielen Ansichten, die Forderungen und Unterlassungen,
die belastenden,
Handlungen und Anweisungen, das einfach rücksichtslose, doch
menschliche Tun,
Das Leben ist ein Lernprozess, der in seiner Intensität nie nachlässt,
mit vielen Stimmen spricht,
Er hält vieles bereit, hat endlos Zeit, verbirgt einiges,
fördert anderes ans Licht,
Nichts verschwindet für immer, alles wird irgendwann von
irgendwem vermisst und angemahnt,
So werden sich die Menschen auch der Rücksichtnahme erinnern, ihren Wert erkennen,
Mit ihr, werden der Zusammenhalt und der Erfolg angebahnt,
Ohne sie, beginnt sich alles aufzulösen und zu trennen,
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