Montag, 25. Februar 2013

Danach


Danach


Sie bauten und bauen Straßen, regelrechte Trassen,

Die das Herz eines jeden Autofahrers höher schlagen lassen,

Sie führen vorbei an Orten, in denen das Durchschnittsalter ständig steigt,

Die Jugend nutzt die Straßen, um der Ruhe zu entfliehen,

Nur das Alter und wer sich nicht von seiner Heimat trennen will, der bleibt,

Betriebe sind rar, dies zwingt viele, Sozialleistungen zu beziehen,

Sich für weniger, als menschenwürdiges Entgelt zu verdingen,

Ihren Stolz zu begraben, ihre Ansprüche zu bezwingen,

Den Blick zu senken, im Angesicht der Macht aller Normen,

Entworfen von den wenigen, die Arbeit anzubieten haben,

Die den Markt nach ihren Regeln bestimmen, dafür sorgen,

Dass die willfährigen Massen sich anpassen und nicht wagen,

Zu widersprechen, ihr Leben, ihre Situation zu hinterfragen,

Eigene Meinungen zu entwickeln, den Kopf zu heben,

Nach mehr, als nur der aufgezwungenen Dienerschaft zu streben,

Das dieses Los nicht auf alle zutrifft ist schon klar,

Doch jeder einzelne Mensch ist Teil des Ganzen,

Steht auf der einen oder anderen Seite, fürchtet und bildet die Gefahr,

Wechselt die Seiten, beginnt einen Reigen der Situationen zu tanzen,

Wohin ihn der nächste Tanzpartner mit seinen Schritten führt,

Ist nicht sofort erkennbar und macht die Spannung aus, das Erleben,

Wenn die Schritte wohl durchdacht sind, der Mensch den Rhythmus spürt,

Kann er trotz der Härten, sich und seinem Leben, auch den anderen vergeben,

Den Sinn des Ganzen auf sich wirken lassen und den tieferen Sinn verstehen,

Mit der Zeit, den zu ihm passenden Rhythmus finden, die Tanzfläche mutig begehen,

Sich nicht davonstehlen, sondern den nächsten Tanzpartner selber wählen,

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