Donnerstag, 21. März 2013

Der Wettlauf


Der Wettlauf


Ein Wettlauf ist erst dann gewonnen,

Wenn der erste Läufer das Zielband zerschneidet,

Sich dann berechtigt am tosenden Applaus weidet,

Da er alles gegeben hat, auf Gedanken verzichtete,

Sich auf die Aufgabe konzentrierte, seine Job verrichtete,

Für den zweiten Sieger ist der Traum vom Gold zerronnen,

Das Leben und die Wirtschaft können diesem Gleichnis,

Wohl berechtigt, nicht dieselbe Leichtigkeit abgewinnen,

Den der Lohn alles Strebens, für im Leben Erreichtes,

Kommt manchmal erst nach Jahren, manchmal nie,

Man will nur seinen Platz im Ganzen finden,

Keine Medaillen erhalten, keine Treppchen erklimmen,

Man will die Zeit nutzen, viele kleine Siege erringen,

Es ist keine gerade Strecke, keine hindernisfreie Bahn,

Man läuft sein ganzes Leben lang, benötigt Elan,

Weiß nie genau, wer vor einem und hinter einem läuft,

Wer gerade, die meisten Bonuspunkte des Lebens anhäuft,

Wer mit wem, in derselben Richtung unterwegs ist,

Wer, wie man selbst, alles mit denselben Maßstäben misst,

Die Ziele sind so abwechslungsreich und zahlreich,

Die Wege dorthin so kräftezehrend und ungleich,

Im Gegensatz zum Läufer, können die Gedanken kaum ruhen,

Die Konzentration wird ähnlich, der des Läufers getrieben,

Es besteht  immer die Gefahr, vom Weg abzukommen, sich zu vertun,

Das gewählte der vielen Ziele aus den Augen zu verlieren,

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