Das gesprochene Wort
Das gesprochene Wort enthält viele Informationen,
Es tritt nie ganz alleine auf, dieses ist ihm angeboren,
Geschrieben kann es seinen tieferen Sinn verlieren,
Erst das Gesicht, die Gestik und Mimik, die Betonung,
In deren Handhabung die Redner viel Energie investieren,
Machen das Sprechen und den Sprecher interessant,
Das Gesamtpaket ist ständig dabei, Infos zu generieren,
Die mehr sagen, als das, worüber die Redner referieren,
All das hebt die Sprache über die Schrift, für den Moment,
Um Neues und mehr zu erfahren, zur Jetztzeit, nicht
zeitversetzt,
Sprache ist das grundlegende und entscheidende Element,
Mit dem sich diese Welt auf die eine oder andere Art
vernetzt,
Sie fließt mal in aller Seelenruhe dahin, wirkt mal völlig
gehetzt,
Wie viel des Gezeigten echt ist und wie viel gespielt,
Können zum Teil die Begleiterscheinungen der Sprache
verraten,
Ob sie an Überzeugungskraft gewinnt oder verliert,
Ob die Sätze melodisch klingen oder entarten,
Hängt von so vielen bekannten und unbekannten Einflüssen ab,
Dem Willen des Trägers der Sprache,
Ist er hungrig oder satt,
Fühlt er sich energiegeladen oder matt,
Ist seine Kleidung offensichtlich knittrig oder glatt,
Steht er zu dem was er sagt,
Hat er den Inhalt verinnerlicht,
Wird er durch die Rede gehetzt, oder befindet er sich auf
der Jagd,
Schaut er ständig auf das Blatt oder sucht er den Blick in Licht,
Die Menge lässt sich gerne täuschen,
Hört und sieht nur wenig von den Nebengeräuschen,
Klatschen und Jubeln noch, wenn die Informationen ihr Ende bedeuten,
Da sie den Inhalt der Rede, den Kern liebend gern missdeuten,
Sie folgen dem Ganzen mal mehr, mal weniger interessiert,
Hören bei Desinteresse weg, ganz ungeniert,
Es beginnt mit leisem Raunen,
Dann wird es lauter, der Redner kann Bewegungen bestaunen,
Die den Raum durchziehen, sich ihm entgegenwerfen,
Die Bedeutung der Rede allmählich entschärfen,
Diese Situation in den Griff zu bekommen,
Ist schwierig, fast unmöglich,
Er hat schon mit der falschen Einstellung begonnen,
Die Veranstaltung entwickelt sich zur Einmannshow, nichts
ist gewonnen,
Das Ziel des Inhalts zur Bedeutungslosigkeit verkommen,
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