Freitag, 22. März 2013

Angst


Angst


Es gibt sie, die zwei Sorten der Angst,

Die nach innen gerichtete, die Persönliche,

Die nach außen gerichtete, die Allgemeine,

In jedem Fall ist es unerträglich, was sie abverlangt,

Man kann ihr Lachen hören, dieses höhnische,

Sie findet im Menschen eine immergrüne Weide,

Kann man die Angst um seine Person besiegen,

Sucht sie schon in der Umgebung nach Anreizen,

Sorgt dafür, dass wir sie nicht vollständig verlieren,

Nicht die Augen verschließen, mit unseren Gefühlen geizen,

Wir füttern sie ständig mit neuer Nahrung,

Jeder Impuls ist so stark, wie eine Offenbarung,

Irgendwann fliegen einem die Begründungen nur so zu,

Die Bestätigungen aller Ängste, man kommt nicht zur Ruh,

Körper und Geist sind in ständiger Alarmbereitschaft,

Dies bei Tage, aber auch immer öfter bei Nacht,

Man gewöhnt sich an diesen Zustand, stellt sich darauf ein,

Verstellt sich meist, wahrt den schönen Schein,

Spricht mit sich selbst, sucht den positiven Zuspruch,

Wer nichts sieht, versteht dies nicht, es kommt zum Bruch,

Mit den Menschen seiner Umgebung, den sozialen Fäden,

Man befindet sich auf einer nie endenden Flucht,

Auch dies wird am Ende zu einer tiefgreifenden Sucht,

Deren Auswirkung auf das Leben, so viele Geschichten erzählen,

Diese Geschichten, die mit Verlusten und Opfern gespickt sind,

Die von Verzicht, Anstrengung und Aufgabe berichten,

Sich zu einer persönlichen Lebensgeschichte verdichten,

Man meint, die Einflüsse auf das Leben zu erkennen,

Fühlt sich in der Lage, die Ursachen und Auswirkungen zu benennen,

Die Vergangenheit ist deutlich und überwältigend, in ihrer Ehrlichkeit,

Sie lässt sich nicht mehr ändern, ist verflossene Zeit,

Ihr nachzutrauern, gehört für viele Menschen zum Leben dazu,

Sie sind mit ihren Geschichten alleine und begreifen im Nu,

Das sich andere kaum dafür interessieren, nur die Betroffenen vielleicht,

Deren Weg man durch Zufall kreuzte, denen man sich aufbürdete,

Diejenigen, die einen selbst nicht verstanden, die man nicht erreicht,

Denen die Auswirkungen der Angst unbekannt waren,

Die man durch sein Verhalten und die Folgen sicherlich nur erzürnte,

Als man wieder vorwärts, weg von allem und jedem stürmte,

Die Opfer mit Fragen zurückließ, jegliche Erklärung unterließ,

Wie mussten sie dies erleben, was, in diesen Momenten ertragen,

Dies erzählt die Vergangenheit nur ihnen selbst, den Gehen hieß,

Alle Brücken niederzureißen, allen Kontakten zu entsagen,

Auf sich selbst zurückzuziehen und sich mit seiner Angst zu begraben,

Zu versuchen, die Vergangenheit vollständig auszublenden,

Das Geschehene als tatsächlich ungeschehen zu betrachten,

Die Suche nach den wirklichen Ursachen vorzeitig zu beenden,

Die innere Unruhe, hervorgerufen durch die Angst, zu verachten,

Doch die Gedanken lassen sich nicht vertreiben,

Die Erinnerungen an alle Geschehnisse werden bleiben,

Das Schicksal hat seinen unbeirrbaren Lauf genommen,

Die persönliche und allgemeine Angst, Sieg für Sieg erklommen,


Diese Tatsache lässt sich nicht bestreiten und nicht verneinen,

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