Dienstag, 5. März 2013

Der Abgrund


Der Abgrund


Vom Abgrund zu sprechen, ohne ihm begegnet zu sein,

Ist ziemlich verlogen und überzieht alle Betroffenen mit Hohn,

Es entspricht dem überheblichen Gebaren, bei einer guten Flasche Wein,

Über das Leid der Anderen zu referieren, wie Gottes Sohn,

Das Wissen vorzugeben, die Wirklichkeit zu verdrehen,

Auf die eigene, subjektive Meinung zu bestehen,

Und dies ohne eigene Erfahrungen und eigenes Erleben,

Seinen Weg des Lebens, als den Einzigen anzusehen,

Der auch den Verlierern offensteht, wenn sie sich benehmen,

Wenn sie morgens aufstehen und sich nach vorn bewegen,

Denn oft unterstellt man ihnen, dass sie liegenblieben,

Sich kaum bewegen, in Ruhe verharren, dadurch zu viel wiegen,

Ihr Äußeres sich wandelt, sie nicht dem Ideal entsprechen,

Sie Feiern und Singen, die Nacht durchzechen,

Ihr Nichtstun mit Krankheiten begründen und all den Gebrechen,

Von denen Alle in diesem Land so gerne sprechen,

Von wem sprechen wir also, wenn wir den Abgrund betrachten,

Wohl von denen, die ihre Zeit nicht nur in Ämtern verbrachten,

Sondern jenen, die der Wirtschaft zur Verfügung standen und stehen,

Denen die Rationalisierung oder die systembedingten Wehen,

Genannt, die Konjunkturschwankungen, die Berechtigung nahmen und nehmen,

Sich nach dem Niedergang am Aufschwung zu beteiligen,

Von denen, die durch persönliches Pech tatsächlich erkrankten und den Abgrund sahen und sehen,

Es ist anmaßend, Menschen, deren Geschichte man nicht kennt zu steinigen,

Dies hilft auch nicht, eine langsam erkrankende Gesellschaft zu heilen,

Das viele von den Betroffenen selbst durch Arbeit dem Untergang nicht entrinnen,

Aus welchen Gründen auch immer, sie im Auge des Abgrundes verweilen,

Sollte alle Nichtbetroffenen betroffen machen, sie sollten sich besinnen,

Es sollte ihnen zu denken geben, gefrieren lassen, das höhnische Lachen,

Sie sollten sich Gedanken über tatsächliche Problemlösungen machen,

Denn nach diesem Leben kommt die Gesamtabrechnung für ihr Verhalten,

Wird sich ihr Leben in der Unendlichkeit so trostlos und leer gestalten,

Wie sie es anderen auf Erden, in ihrer kurzen Zeit zugemutet haben,

Dies ist keine Drohung, nur eine Beschreibung der Realität, die eintritt nach Jahren,

Wenn Gottes Wort als Wahrheit angenommen wird und jeder Einzelne Gerechtigkeit erfährt,

Dies ist die einzige Wahrheit, die sich grundsätzlich und immer bewährt,

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