Der Tunnelblick
Der Tunnelblick ist schick,
Verändert den Focus nicht,
Wer von ihm spricht,
Fühlt die Starre im Genick,
Kann den Kopf nicht wenden,
Möchte seinen Trott nicht beenden,
Bewegt sich zwischen Wänden,
Die ihn vom Leben trennen,
Möchte nichts anderes kennen,
Auch nichts kennenlernen,
Freut sich über erloschene Laternen,
Die ihr Licht auf die so fernen,
Ihn nicht interessierende Probleme werfen,
Die ihn stören und auch nerven,
Überhaupt nicht existieren sollen,
Denen andere aber nicht er Tribut zahlen,
Diese Vorkommnisse, die so viele überrollen,
Er kann sie sich nicht ausmalen,
Denn sein Blick wendet sich ab,
Er blickt in einen Schacht,
Beschützt seine Seele,
Doch entgeht ihm dadurch die Realität,
Und rollt dann doch die Welle auf ihn zu,
Kann er nicht reagieren, ist es zu spät,
Steht auch er den Problemen gegenüber, ist mit ihnen per du,
Wird er den Tunnelblick, sein Desinteresse verfluchen,
Und hektisch beginnen, seine Antworten zu suchen,
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