Der Jäger und die Seele
Über grüne Wiesen jagend,
Durch Wälder und Felder trabend,
Sich seiner selbst verachtend,
Immer aufmerksam die Umgebung betrachtend,
Nach verräterischen Tönen und Bewegungen Ausschau haltend,
Lässt er selber Stille und Ruhe walten,
Um sich dem Gegner nicht zu zeigen,
Die Aufmerksamkeit der Opfer nicht zu teilen,
Sie sollen sich in Sicherheit wiegen,
Sich ganz hingeben, ihren natürlichen Trieben,
Nicht Ausschau halten und nichts erahnen,
In Angst und Bewegungslosigkeit erstarren,
Wenn der Schuss sie aus dem Hinterhalt,
Ganz plötzlich und mit Gewalt ereilt,
Das Leben in Ihnen für Sekunden nur verweilt,
Bevor die Kälte des Todes sie entzweit,
Und die Seele vom Körper befreit,
Ihr die Freiheit gibt, um zu verstehen,
Dass die Abrede vom Weiterleben,
Die große Unbekannte des Lebens ist,
Da jeder Wiedergekehrte das Vergangene vergisst,
Auch der Jäger wird dereinst zum Gejagten,
Wenn es auch nur die Jahre sind, die an ihm nagen,
Und zu ihm sagen, es ist soweit, bist du bereit,
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