Mittwoch, 14. August 2013

Präzision- wenn ein Teil ins Andere greift

Präzision- wenn ein Teil ins Andere greift



Präzision ist das Gewollte und immer Funktionierende. Wie ein Uhrwerk, wie am Schnürchen sollte alles ineinander greifen. Bei Uhren ist es eine unverzichtbare Grundlage, deren nichtvorhandensein das Uhrwerk zum nutzlosesten Ding in der Welt werden lässt. Alle technischen Installationen beruhen auf diesem Prinzip. Warum nicht auch die Gesellschaft? Weil es in Ihr den Menschen gibt, mit ihren vielen Ausflüchten, wie zum Beispiel: „Ich bin doch nur ein Mensch“, „Ich bin doch kein Roboter oder Computer“. Dass alle diese Ausflüchte, am Ende dazu führen werden, dass eine Gesellschaft eben nicht rund läuft, daran denken die wenigsten. Das Beste zu geben, um alles im Fluss zu halten, die wenigsten sehen einen Sinn darin, geschweige, dass irgendein Umstand des Lebens, sie dazu zwingt. Und dies vor allem in den Führungs- und Verwaltungsebenen. Die dort zelebrierten Verfahrensweisen deuten darauf hin, dass ein zu großes Gefühl der Sicherheit, ein noch größeres Nachlassen der Einsatzbereitschaft fördert. Da die Unterschichten nur mehr Handlanger sind, brauchen diese sich über Präzision und Abläufe erstrecht keine Gedanken mehr zu machen. Sie haben auch ganz andere, existentielle Sorgen. Politiker könnten noch den Überblick und das Interesse an einer funktionierenden Gesellschaft haben. Schaut man denen allerdings zu, verliert man auch dort das Vertrauen in das Verständnis der Uhrwerkstechnik. Sie springen ruhelos und wie getrieben von Thema zu Thema, von Problem zu Problem und lassen so viel ungeklärt liegen. Projektarbeit nennt man dies dann wohl. Projekte werden begonnen, weitergeführt und versanden meist. Dies ist der Lauf der Zeit, um die Bedeutung des Wortes Uhrwerk und Zeit zusammenzuführen. Das Projekt „Gesellschaft“ ist ein niemals endendes, es begann in der Vergangenheit, diese strahlt in die Gegenwart und bereitet teilweise auch die Zukunft. Dieses Projekt ist so Vielgliedrig, ein Mensch alleine kann dem kaum Herr werden und viele Former dieser Gesellschaft erkennen nur einen Bruchteil der tatsächlichen Begleitumstände seiner Entwicklung. Manchmal kommt es mir so vor, als ob das Projekt „Gesellschaft“ genauso versanden wird, wie die vielen Firmenprojekte, die man links und rechts sterben sieht. Woran liegt das? Am Menschen, er gestaltet und verwaltet alles!

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